Das Wort Corrugator stammt eigentlich aus dem Englischen und bedeutet schlicht „Wellenmaschine“. Ganz zu Recht wird nun der eine oder andere aus Verwirrung die Stirn krausziehen – genau das soll die Corrugator Operation wieder zurechtrücken. Das verstehen Sie nicht? Dann seien Sie gespannt, welcher Teil unseres Körpers als „Wellenmaschine“ bezeichnet wird und somit Platz in der Sparte Schönheitsoperationen findet.
Allgemeine Informationen zum Thema Corrugator Operation
Diese Variante ist eine noch recht neue Methode zur Behandlung von schweren Kopfschmerzen, welche in Fachkreisen unter Migräne bekannt ist. Durch die Durchtrennung des Corrugators (welcher außerdem jenen Muskel bezeichnet, der sich zwischen unserer Lidfalte befindet und beim Runzeln eine „Welle“ darstellt) soll die Migräne entgegen gewirkt werden.
Was ist Migräne?
Die Migräne ist eine häufige Erkrankung und wird dem neurologischen Behandlungszweig zugeordnet. Laut Schätzungen sind weltweit mindestens 15% aller Erwachsenen Migräne-Patienten, die regelmäßig von Kopfschmerzen geplagt werden. Allein im deutschsprachigen Raum gibt es über 5 Millionen Betroffene, die sich mit diesen Schmerzen auseinandersetzen müssen. Bekannt wurde weiterhin, dass Frauen deutlich häufiger an Migräne leiden als Männer.
Warum allerdings der Mensch überhaupt an Migräne erkranken muss, ist bisweilen noch nicht belegt worden. Fakt ist, dass die Migräne sowohl durch innere als auch äußere Faktoren ausgelöst werden kann und zudem genetisch bedingt an die Nachkommen weitervererbt werden kann. In den meisten Fällen versuchen Patienten die Schmerzen mit Medikamenten zu stillen oder zu erleichtern – laut Wissenschaftlern gehört diese Art der Kopfschmerzen zu einer der nicht heilbaren Krankheiten.
Wichtig: Migräne ist kein typischer Kopfschmerz, sondern kann sowohl schlagartig als über mehrere Tage schleichend einhergehen. Meist sind
- pulsierende,einseitige Schmerzen
- Lichtempfindlichkeit,
- Übelkeit,
- Geruchs- sowie Geräuschmeidung
typische Symptome. Bei einer starken Migräne ist der Patient kaum gesellschaftsfähig und sucht einen ruhigen, dunklen Platz auf, bis der Kopfschmerz nachlässt.
Wie kann die Corrugator-Operation Abhilfe schaffen?
Der Corrugator ist ein pyramidenförmiger Gesichtsmuskel, welcher sich genau genommen zwischen den Augenbrauen an der Nasenwurzel befindet. Die korrekte, medizinische Bezeichnung für diesen Muskel lautet „musculus corrugator supercilii“ und bedeutet so viel wie „Runzler der Augenbraue“. Dieser Muskel ist für seine senkrechte Faltenbildung auf der Stirn verantwortlich, welche allgemeinhin als Zornesfalte oder Glabella-Falte bekannt ist.
Wie funktioniert die Currugator-Operation?
Bevor es zur eigentlichen Operation kommt, wird nach dem üblichen Vorgespräch mit dem Chirurgen getestet, ob eine Durchtrennung des besagten Muskels die Migräne beseitigt könnte. Hierfür wird zunächst der Muskel mit einem Betäubungsmittel (und hierfür wird gern das Botulinumtoxin – kurz Botox) eingesetzt. Ist durch diese Maßgabe ein Erfolg erkennbar, so kann im Zuge einer OP ein gezielter Eingriff eingeplant werden.
Nach diesem Termin wird der Patient auf die Schönheitsoperation vorbereitet und mit sämtlichen, notwendigen Vorbehandlungen versehen. Die Operation an sich dauert nicht lange und ist nicht allzu kompliziert. Der Chirurg wird lediglich einen kleinen Schnitt an der Augenlidfalte des „Musculus corrugator supercilii“ vornehmen, diesen trennen und den darin vorhandenen Nerven somit zerstören.
Wie teuer ist die Operation?
Die Entfernung der „Zornesfalte“ ist je nach Behandlungsart und Schönheitschirurgen unterschiedlich zu beziffern. So kann der vorherige Test mit dem Botox um die 800€ betragen, die spätere Operation mit allen Vor- sowie Nachbehandlungen um die 5000€ kosten. Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen in der Regel diese Kosten nicht.
Wie sehen die Erfahrungswerte diese Schönheitsoperation aus?
Seitdem diese Methode eher aus Zufall Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entdeckt wurde, ist zwischen den Medizinern und Kritikern ein kleiner Machtkampf entbrannt. So sehen Befürworter einen deutlichen Vorteil in der Corrugator-Operation, nach der immerhin die Hälfte der Patienten nur noch hin und wieder an Migräne-Anfällen litten und sogar 30% aller Operationsteilnehmer gänzlich von Kopfschmerzen dieser Art befreit wurden.
Dennoch werden die Stimmen laut, dass durch die Anwendung von Botox und auch der anschließenden OP spätere Schäden entstehen können. Von einem „neuen Gesichtsausdruck“ über „Teillähmungen“ sind die Beschwerden mannigfaltig. Weiterhin konnte bisweilen noch nicht wissenschaftlich belegt werden, dass der Muskel an der Lidfalte tatsächlich der Verursacher von Migräneattacken ist. Somit diskutieren Experten weiterhin, während Chirurgen fest an den Erfolg der Behandlung glauben.
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